La Costa

Diese Arbeit ist weder eine Sozialstudie noch ein zeitgeschichtliches Dokument. Vielmehr werden hier Ausschnitte eines besonderen Raumes während eines speziellen Zeitraumes gezeigt. Es sind Bilder eines Zeit-Zwischen-Raumes: Des touristischen Raumes der spanischen Küsten während der Zeit zwischen Nach- und Vorsaison.

Während dieser Arbeit habe ich eine andere als die ursprüngliche und beabsichtigte Bedeutung dieses Raumes und ihrer Objekte erlebt, ihre Vergänglichkeit und den Verlust empfunden.

Die Leere des Raumes irritierte und faszinierte mich zugleich: Kein Laut, der dazugehören könnte, kein Geräusch, welches die Leere füllt. Es schien, als hätten die Bewohner den Raum und seine Dinge verlassen und/oder ganz aufgegeben. Die Dinge und der Raum erschienen in einer anderen als der beabsichtigten Ästhetik neu geprägt. Sie offenbarten sich mir in einer neuen und eigenständigen Bedeutung und Wirkung.

Verzichtet habe ich in meinen Bildern auf die Dramatik oder Empörung, wie sie von mir vor Ort erlebt wurde und wie sie bei jedem verständlich wäre, der vor Augen hat, was hier geschieht.

Dass die manchmal niederdrückende Tristesse, die Leere und die Stille tatsächlich für mich auszuhalten waren, hängt nicht zuletzt mit der von mir erlebten Faszination dieser neuen Bedeutung, Wirkung und Ästhetik des Raumes und der Dinge zusammen.

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